Jugendkriminalität in Deutschland und Polen

Projektlaufzeit:

2004-2005

Projektmitarbeiter:

Maxi Stork
Dr. Dirk Enzmann
Prof. Peter Wetzels

Kooperationspartner:

Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, Hannover
Universität Krakau

Projektbeschreibung:

Die Untersuchung befasst sich in vergleichender Perspektive mit dem Ausmaß und den Hintergründen von Jugendkriminalität und Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland und Polen. Sie greift dazu zum einen auf Hellfelddaten der Polizei aus verschiedenen Quellen (UN-Survey, European-Sourcebook, nationale Polizeistatistiken) sowie zum anderen auf Daten einer kriminologischen Dunkelfeldbefragung in Krakau einerseits und deutschen Städten andererseits zurück.
Basis der Untersuchung sind Daten, die aus einem unter Leitung von Prof. Wetzels in Kooperation mit Prof. Krajewski von der Universität Krakau durchgeführten Projekt stammen. Bislang wurden diese Daten jedoch noch nicht in der nun vorliegenden differenzierten Form aufbereitet und analysiert.
Das theoretischen Rahmenkonzept geht auf die Kontrolltheorie von Hirschi zurück. Diesem theoretischen Ansatz folgend ist die Ausprägung von sozialen Bindungen an die Gesellschaft, die Hirschi in seinem ursprünglichen Konzept in vier Dimensionen operationalisiert, ein wesentlicher Faktor der Einfluss darauf hat, ob es zu Delinquenz kommt. Im internationalen Vergleich führt dies letztlich zu der Frage, inwieweit Differenzen der Delinquenz Jugendlicher in verschiedenen Gesellschaften bestehen und ob diese auf Unterschiede der Bindungen junger Menschen an die jeweilige Gesellschaft zurückgeführt werden können. Die Befragungen, auf deren Daten die Analyse basiert, waren zwar nicht unter einer kontrolltheoretischen Perspektive in diesem Sinne konzipiert worden. Sie lassen aber die Konstruktion im Sinne Hirschis kontrolltheoretisch relevanter Indikatoren zu.

Publikationen aus dem Projekt:

Stork, M. (2005). Jugendkriminalität und ihre Hintergründe: Ein empirischer Vergleich repräsentativer Dunkelfeldanalysen in Polen und der Bundesrepublik Deutschland. (unveröffentlichte Diplomarbeit), Aufbaustudium Kriminologie, Universität Hamburg.