Insecurities in European Cities. Crime-Related Fears within the Context of New Anxieties and Community-Based Crime Prevention
Projektlaufzeit:
2001-2004
Projektmitarbeiter:
Prof. Dr. Klaus Sessar
Martin Weinrich
Daniela Trunk (bis Oktober 2002)
Kooperationspartner:
Technische Universität Hamburg-Harburg (Prof. Dr. I. Breckner u. Dr. H. Herrmann)
Östereich (Univ. Doz. Dr. W. Stangl u. Dr. G. Hanak)
Ungarn (Prof. Dr. F. Irk u. Dr. T. Barabas)
Niederlande (Prof. Dr. I. Sagel-Grande u. Prof. Dr. M. Du Bois-Reymond)
Polen (Prof. Dr. K. Krajewski u. Dr. J. Czapska)
Projektfinanzierung:
Drittmittel: Europäische Union
Projektbeschreibung:
Das Institut für Kriminalwissenschaften der Universität Hamburg führte seit Oktober 2001 ein vergleichendes Forschungsprojekt über Unsicherheiten in Großstädten durch. Moderne Gesellschaften haben mit vielen Problemen, wie z.B. ethnischer Vielfalt, sozialer Deprivation, Gewalt und Terrorismus zu kämpfen. Solche Probleme erzeugen Unsicherheitsgefühle, z.B. kriminalitätsbezogene Furcht. Es ist anzunehmen, dass Qualität und Intensität solcher Gefühle stark vom sozialen und kulturellen Hintergrund der jeweiligen (Stadt-)Gesellschaft abhängen. Um dies näher zu untersuchen wurden fünf europäische Städte (Amsterdam, Budapest, Hamburg, Krakau und Wien) für einen internationalen Vergleich ausgewählt.
Ansatzpunkt des Forschungsprojektes ist es, die ‘Globalisierung des Risikos’ als theoretischen Rahmen zu verstehen, innerhalb dessen die sozialen, kulturellen und räumlichen Dimensionen urbaner Unsicherheiten untersucht werden sollen. Nicht nur subjektive Unsicherheitsgefühle, auch Sicherheitspraxen und lokale Sicherheitspolitiken, insbesondere ‘Kommunale Kriminalprävention’ und Gemeinwesen-orientierte Polizeiarbeit (‘Community Policing’) machen den Kern der Studie aus. Besonderes Interesse liegt auf der kulturellen Dimension von Kriminalitätsfurcht sowie auf der soziokulturell bestimmten Art und Weise des Umgangs mit Unsicherheiten und kriminalitätsbezogener Furcht.
Urbane Unsicherheit wird auf drei verschiedenen Ebenen der Stadtstruktur untersucht: auf der Stadtebene, auf Stadtteilebene sowie auf der Nachbarschaftsebene. Drei methodische Zugänge korrespondieren mit diesen drei Ebenen: (a) die Erstellung eines Problemprofils der Städte – indem offizielle Daten und die Erfahrungen von lokalen Experten genutzt werden (Makro-Ebene); (b) die standardisierte Befragung einer repräsentativen Stichprobe aus der Bewohnerschaft zweier Stadtteile der jeweiligen Stadt, anhand derer die – bedrohte – Lebensqualität der Befragten ermittelt wird. Besondere Aufmerksamkeit wird der kriminalitätsbezogenen Furcht geschenkt (Meso-Ebene); (c) qualitative Interviews mit ausgewählten Bewohnern werden hinsichtlich der Sicht der Befragten auf ihre Stadt und die Veränderungen in ihrem Stadtteil ein noch genaueres Bild ergeben (Mikro- Ebene). Zusätzlich wird eine Analyse der lokalen Kriminalpolitik mit dem Fokus auf Kommunale Kriminalprävention, Kriminalitätsfurchtprävention und Gemeinwesen-orientierte Polizeiarbeit durchgeführt.
Die zentralen Forschungsfragen sind: (a) Wie formen und verändern die gegenwärtigen Transformationsprozesse in europäischen Städten (umschrieben mit Begriffen wie Globalisierung, Individualisierung und Marginalisierung) die emotionalen und kognitiven Einstellungen sowie das Verhalten der Bevölkerung bezüglich ihrer Ängste und Befürchtungen, kurz: ihre Lebensqualität? (b) Wie sind diese Veränderungen mit sozialräumlichen Faktoren verbunden? (c) Welche Ressourcen sowohl auf individueller als auch auf kommunaler Ebene sind gegeben oder könnten aktiviert werden, um negative Konsequenzen der beschriebenen Veränderungsprozesse zu kompensieren? (d) Welche Sicherheitsund Präventionsstrategien (implizit oder explizit) werden in diesen Städten von wem ausgeübt? Und schließlich (e) welche Politiken auf regionaler, nationaler, oder europäischer Ebene scheinen geeignet, um vorhandene wie vorhersehbare Unsicherheiten und Gefährdungen in den untersuchten sowie in anderen europäischen Städten von ähnlicher Größe und Struktur zu reduzieren bzw. zu verhindern?
Materialien:
Folgende Materialien stehen zum Download bereit:
| Final Report | DOC | ||
| Technical Annex (Auszug aus dem Forschungsförderungsantrag) | DOC | ||
| Fragebogen (Deutsch) | DOC | ||
| Fragebogen (Englisch) | DOC | ||
| Auswertungen (Häufigkeitsverteilungen der beteiligten Städte) | |||
| Frage A | DOC | ||
| Frage B | DOC | ||
| Frage C | DOC | ||
| Frage D | DOC | ||
| Frage E2 | DOC | ||
| Frage E4 | DOC | ||
| Frage E5 | DOC | ||
| Frage F | DOC | ||
| Frage G1-G2 | DOC | ||
| Frage G3-I | DOC | ||
| Frage H | DOC |